Was wird aus Grabenstätt

Was wird aus Grabenstätt
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„Zukunftsthemen“ standen zur Diskussion beim letzten Bürger/-Innentreff der Grabenstätter Sozialdemokraten, bei dem regelmäßig Bürgerinnen und Bürger mit den SPD-Gemeinderäten zusammentreffen. Nachdem die Umgehungsstraße spätestens im Jahr 2006 fertig wird, werde es „höchste Eisenbahn“ sich nun  intensiv mit der Neugestaltung des Marktplatzes bzw. des Ortskerns zu befassen.

Klaus Kumpfmüller, Gemeinderat und Mitglied des Planungsausschusses plädierte dafür, dass sich der Planungsausschuss schnellstmöglich damit befassen müsse. Dazu sollte ein Vertreter der Agenda 21-Gruppe den Mitgliedern des Ausschusses die Entwürfe vorstellen, die die Agenda zu diesem Thema aufgestellt hat,  so Kumpfmüller. Man solle das Engagement und die Vorschläge dankbar annehmen,  Festhalten wollte neben Kumpfmüller auch Anita Kohlbeck, parteifreie SPD-Gemeinderätin und Mitglied der Agenda – 21 AG II, weiterhin an der Ausschreibung eines Gestaltungs-Wettbewerbs. Diese alte Forderung der Grabenstätter SPD habe durch eine Besichtigungsfahrt der Gemeinderäte im Oktober unter anderem nach Waging, Kirchweidach, Kraiburg und Schechen (Krs. Rosenheim), die bereits ähnliche Maßnahmen mit vielen positiven Erkenntnissen durchgeführt hätten, neue Nahrung erhalten. Dort habe man gute Erfahrungen damit gemacht, dass man die Bürger und Anlieger frühzeitig in die Planungen eingebunden habe. „Zu weiteren Besichtigungsfahrten sollte man unbedingt Vertreter der Agenda 21 einladen“, so Kohlbeck. Diskutiert wurde aber auch über den „Wirtschaftsstandort Grabenstätt“. Dem Vortrag des Geschäftsführers der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreis, Harald Schwarzbach, im Gemeinderat habe man entnommen, dass man mit den Forderungen nach einer effizienteren Wirtschaftsförderung, die man seit zwei Jahren fordere, durchaus richtig lag. Arbeitsplätze entstünden zu 90% in vorhandenen Unternehmen, d.h. gerade eine Abwanderung von Unternehmen wie Chiemsee Windsurfing oder der Reparaturabteilung von Fossil gelte es zu verhindern, fasste Kumpfmüller zusammen. „Besonders wichtig ist, dass Grabenstätt klare Zielvorstellung entwickelt, wie die Gemeinde weiterhin lebendig bleibt und die Attraktivität gesteigert wird“. Auch die urdemokratische und ebenfalls von der SPD wiederholt geforderten schriftliche Bürgerbefragungen seien eben doch ein wirksames Mittel. „Vielleicht gibt es hierzu endlich auch eine Mehrheit im Rahmen des nächsten Haushalts, Gelder für ein Wirtschaftsförderungskonzept zur Verfügung zu stellen“, hoffte Kumpfmüller, der inzwischen einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat gestellt hat Er erinnerte daran, dass dazu auch eine professionelle Analyse der bestehenden Verhältnisse und der Zukunftsbedürfnisse gehöre. Und schließlich müsse auch ein entsprechendes Gewerbeflächen-Management her, damit die Grundstückspreise für Gewerbeflächen im Vergleich zu anderen Gemeinden – anders als derzeit – konkurrenzfähig blieben. „Gegebenenfalls muss die Gemeinde Flächen auch verstärkt selbst erwerben“, so Kumpfmüller, der außerdem forderte, die privaten Grundstücksbesitzer besser über die Konkurrenzsituation aufklären.

25.01.2005


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