Quo vadis Grabenstätt?
Diese leicht provokante Frage stellte der 2. Vorsitzende Siegfried Wallner in den Mittelpunkt der letzten Mitgliederversammlung der SPD Grabenstätt – Erlstätt.
Der demografische Wandel, so stellte Wallner fest, ist das gesellschaftspolitische Thema Nummer 1
Da meist im Kontext über die aktuellen Probleme in Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert wird, ist es schwer, dies zu erkennen. Aber die "demographische Belastungsprobe" steht uns noch bevor. Spätestens dann, wenn Schrumpfung und Alterung der Gesellschaft, getrieben durch den Übergang der "Baby - Boomer" in den Ruhestand, uns im vollen Ausmaß trifft.
Die Zukunft unserer Kommune und Region hängt entscheidend von der Art und Weise ab, wie sie auf die Herausforderungen des demographischen Wandels reagiert. Denn diese stehen im Wettbewerb um Einwohner. Heute müssen die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt werden, um sich so wichtige Standortvorteile zu sichern.
Aber noch herrscht Ratlosigkeit, wie auf diese vorhersehbaren Veränderungen zu reagieren ist. Dies führt nach wie vor häufig zur Verdrängung des Themas, und dringend notwendiges Handeln unterbleibt.
Siegfried Wallner hob die zwei erkennbar größten Herausforderungen der nächsten Wahlperiode hervor:
- Die sich in diesem Zeitraum bereits heftig auswirkenden demografischen Veränderungen
- Die sich sprunghaft verteuernden Beschaffungspreise für die benötigte Energie
Unter diesem bereits jetzt unabänderlichen Diktat wird die kommunale Haushaltspolitik stehen.
Auch Gemeinderat Klaus Kumpfmüller betonte, dass die demografischen Verwerfungen so weit als möglich abgefedert werden müssen. Wir brauchen für die wachsende Zahl älterer Mitbürger Barrierefreiheit wo immer möglich, auch bei dem angebotenen Wohnraum. Pflege- und Betreuungsmöglichkeiten, gerade auch mobile, müssen ausgebaut werden. Damit muss aber auch einhergehen, dass die gemeindlichen Unterstützungen für junge Familien mit Kindern ebenfalls deutlich erweitert werden. Wir brauchen gewerbliche Ansiedlungen um jungen Familien vor Ort Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze zu sichern. In diesem Zusammenhang ist es unerlässlich für diese Zielgruppe auch einen finanzierbaren Wohnraum zu schaffen. Es ist nicht damit getan, nach dem Prinzip "Einheimischenmodel", etwas günstigere Grundstücke gegenüber dem Marktangebot zu schaffen, sondern hier muss die Gemeinde den sozialen Wohnungsbau forcieren. Je mehr junge Menschen in unserer Gemeinde sich wohlfühlen und leben wollen, desto günstiger wird unsere Altersstruktur.
Den Energiebedarf der gemeindlichen Einrichtungen erheben zu lassen und Einsparungs-potentiale vorrangig umzusetzen sieht sich die SPD Grabenstätt - Erlstätt hier gegenüber dem Wähler in der Pflicht. Hierfür notwendige Investitionen sind ggf. vorrangig vor allem Anderen zu behandeln und zu realisieren. Dies entspricht nicht nur einem verantwortungsbewussten Umgang mit den Geldern der Gemeinde, sondern auch gesetzlichen Zwängen! Ab 1. Juli 2008 ist es für Immobilienbesitzer Pflicht, den Energieverbrauchsstatus durch einen Energiepass zu dokumentieren. Dies wird ein zunehmend wichtiger Faktor für die Wertzumessung einer Immobilie werden. Ein geringer Energieverbrauch führt zu einem höheren Wert. Gemeinderätin Anita Kohlbeck wies darauf hin, dass dem Gemeinderat in dieser Hinsicht keine Aktivitäten seitens des Bürgermeister und der Verwaltung bekannt sind. Die im Haushaltsplan 2008 an unterschiedlichsten Stellen ausgewiesenen Kostenanschläge unter dem Begriff „Heizungskosten“ liegen mal mehr als doppelt so hoch wie die tatsächlichen Kosten in 2006 waren (Rathaus) oder um ein Fünftel unter dem tatsächlichen Verbrauch des Jahres 2006 (Grundschule). Unter einem soliden Haushaltsplan ist wohl etwas anders zu verstehen. Anita Kohlbeck bezweifelt auch einen ausreichenden Ansatz im Haushaltsplan 2008 für die beiden Gebäude. Man erwartet Heizkosten von 28.000,00 €, 2006 hatte man tatsächliche Heizkosten von knapp unter 25.000,00 €. Eine solche Budgetanhebung von 12 % spiegelt mitnichten den Preisanstieg für Energieträger wieder.
Anita Kohlbeck, Klaus Kumpfmüller und Siegfried Wallner stellten einen umfangreichen Aufgabenkatalog für den Gemeinderat der nächsten Wahlperiode fest. Sie appellieren an alle Wählerinnen und Wähler Ihr Wahlrecht als persönliche Wahlpflicht zu verstehen. Nur ein Gemeinderatsgremium, das von möglichst allen Wählern in sein Amt berufen wird kann diese schwierigen Aufgaben anpacken und erfolgreich lösen.
Die SPD Grabenstätt - Erlstätt bietet mit Ihren Kandidaten den Wählern ein starkes Team mit wichtigen zukünftigen Aufgaben für die Gemeinde zur Wahl an
